Ende

Nun Malaysia. Ein recht interessanten Hindergrund bietet das Königreich der Malaeien, inklusive der islamischen Rechtssprechung und der multikulturellen Zusammensetzung. Wie funktioniert das? Die Repräsentation des Landes ist dem König vorbehalten, der durch die 9 übrig gebliebenen Adelshäuser (Sultanate) in einem Turnus von 5 Jahren gekrönt wird. Die Regierung, geleitet vom Premierminister, wird durch Wahlen gestellt. Jedoch, das Land wahrt den Anschein einer Demokratie. Homosexualität steht unter Strafe und die Scharia herrscht übers Land, also nixs mit lupenreinen Demokraten. Dennoch der Mix machts. Zum Großteil setzt sich die Bevölkerung aus islamischen Maleien, Chinesen und Indern zusammen. Warum die Mischung? Ganz einfach, Malaysia liegt direkt zwischen den Welten, sozusagen der Schnittpunkt von Händlern aus dem östlichen (Philippinen, China, Samoa) und westlichen Asien (Araber, Inder) sowie den Europäern (Portugiesen, Holländer, Briten). Überrascht waren wir von der Religionsfreiheit im Land, zahlreiche Tempel von Bhuddisten, Hindus und Christen sind frei begehbar und laden zur Musestunde ein. Ebenso ist das kulturelle Erbe von Malaysiagut erhalten, abseits der religiösen Stätten gibt es noch alte Kolonialarchitektur zu “bewundern“. Sei es in Malakka oder auf der Insel Penang an der Westküste. Erwähnenswert auch die sogenannte Street Art, ganz Groß im alten Georgetown. Teilweise ein bunter Mix aus Bildern und integrieren Gegen-ständen. 

Die letzten Tage bis zum Flug verplempern wir in Kuala Lumpur, der Hauptstadt Malaysiens. Und die ist echt riesig, voller Hochhäuser und Shopping Malls. Ich glaub Asien ist die reinste Kaufrauschwelt..

Noch in eigener Sache, da unsere Rückkehr nach Dtl auf kommende Woche fällt, wird dies vermutlich unser letzter Eintrag sein. Wir hoffen, ihr wisst die literarisch kostbaren Beiträge zu schätzen, kosteten sie uns doch viel Arbeit, Schweiss, Flüche und eine Menge Nerven. Wir freuen uns wieder auf Deutschland und beten heimlich zu allen Schicksalsgöttern für eine glückliche Heimreise. 

Wir bedanken uns aufrichtig für eure Anteilnahme und Aufmerksamkeit, herzlichst eure Johanna mit ihrem schreibenden Schattenmännlein Philipp

Germany is calling home  😉

Dritter kleiner Zwischenbericht

So langsam nähern wir uns dem Ende unserer derzeitigen Reise. Nach unserem Hauptziel Neuseeland, welches wir in 8 Monaten durchquert hatten, beenden wir in ferner Zukunft unsere Rucksacktour durch einen Teil Südostasiens. Mit Thailand und Kambodscha haben wir einen ersten aber auch prägenden Eindruck gewonnen. Wohl am meisten imponierte uns die Ruhe und Gelassenheit die die jeweiligen Bevölkerungen an den Tag legen, sei es im scheinbar blanken Verkehrschaos in den Städten, den damit verbundenen Smog, sei es der Dreck und der süß riechende Müll auf den Gehwegen, Grundstücken oder am Strassenrand (Ratten inkl.). Sei es die bittere Armut, die schlechte Bildung und die Korruption im Staat. Was treibt nun diese Menschen zu solch einer Haltung? Ist es ihr stoischer Stolz, begründet auf ihrer kulturellen Vergangenheit (die Wahrung des Gesichts), darüber hinwegzusehen oder ist es die über die Jahre gewachsene Ignoranz, all das auszublenden, weil die Frustration des Alltags die Hoffnung der Zukunft gefressen hat? Wir wissen es nicht, die Sprachbarrien waren zu groß um dahinter zu kommen. Vielleicht haben wir auch nicht die richtigen Leute zur richtigen Zeit getroffen. Oder fehlte auch die Zeit? Was uns auch sehr gefreut hat war die überaus große Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Wenn schon der Knoten im sprachlichen Bereich, zur Not hat es immer mit Händen und Füßen gereicht. Positiv überrascht waren wir auch vom kulinarischen, kulturellen und geschichtlichen Erbe der alten Königreiche. 

Letzeres ist uns frisch im Gedächtnis geblieben. Wer es noch nicht weiss, in den 70iger Jahren des letzten Jahrhunderts kamen die sogenannten roten Khmer in Kambodscha an die Macht. Eine ideologisch sehr naive, sehr brutale Gruppe junger Leute deren Schrecken viel zu lang über das Land kam und die Entwicklung Kambodschas bis heute spürbar beeinträchtigt hat. Höhepunkt der damaligen kommunistischen Diktaktur war das Geheimgefängnis S-21 mitten in der Hauptstadt Phnom Phenh. Kurz Zusammengefasst, jeder Denunzierte, jeder Akademiker, jeder Kritiker wurde in der ehemaligen Schule inhaftiert, ohne Angabe von Gründen, ohne Rücksicht auf Geschlecht oder Alter. In dieser fast 4jährigen Herrschaft starben bis zu 20 000 Menschen durch Folter und Prügel, lediglich 7 überlebten. Es waren zutiefst beeindruckende Geschichten die wir in diesen Areal erfuhren. Viele so unwirklich und surreal, absolut unverständlich warum es dazu kam.

Zum Abschluss unseres Trips bereisen wir Malaysia. Im Vergleich zum Norden unterscheidet sich das Land schon in der Form seiner Rechtssprechung und seiner Geschichte. Es ist ein islamischer Staat..

Tage im Paradies

Ein Strandbesuch in dem Land welches wir bereisen, gehört für uns immer dazu. Leider zeichnet sich die kambod-schanische Küste nicht durch ihre Größe oder durch berühmte Strandabschnitte aus, es ist vielmehr die kleine Internetrecherche die uns die Hoffnung gab, es könnte noch das Ursprüngliche, ja das Paradiesische noch geben, von den wir Deutschen gern träumen, wenn der neueste Urlaubskatalog in Windseile durchgeblättert wird. Und tatsächlich, wir fanden Fragmente des alten Glücks. Weisser, feiner Strand, quietschend unter den Füssen, dazu kristallklares Wasser und im Hintergrund der Dschungel im sattem Grün. Jedoch, im großen Ganzen kamen wir ca. mindestens 50 Jahre zu spät. Das Paradies ist verschwunden. Die Spuren menschlicher Besiedlung sind allgegenwärtig, vor allem in sämtlichen Facetten des Kunststoffs. Kein Strand mehr ohne Verschmutzung durch Plastikabfälle und dergleichen. Was uns aber am meisten ärgert, ist der Tatsache geschuldet, das zum Großteil die “Locals“ ihre Umwelt vermüllen und somit ihre eigene Lebensgrundlage zerstören. Sehr traurig. 

Besuche statteten wir den Inseln Koh Rong sowie Koh Rong Samloem ab. Johanna ersann sich erstere als ihre Trauminsel, ich jedoch bevorzuge letztere. 

An dieser Stelle poste ich ja immer die Bilder, an den Tagen aber nutzten wir die Digicam von Johanna. Keine Panik, wozu gibt’s Diashows. Für die Ungeduldigen empfehle ich die Suche im Internet. Bis dann

Eine Busfahrt die ist lustig

Kleines Update zwecks unserer Lm-Vergiftung. Nach 2 langen Tagen und kleinerer Nachwehen erfreuen wir uns wieder bester Gesundheit. Wir sind mittlerweile soweit uns reichhaltig vollzustopfen zu können ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Und das fühlt sich richtig gut an! Wir lieben Pizza🙂. Reisetechnisch haben wir heut eine 12 Stunden Busfahrt hinter uns. Davon bestimmt 5 Std Tortur, weil manischer Fahrer mit Hang zum Dauerhupen und Bus TV mit richtig schlechter kambodschanischer Stand up Comedy. Aber damit nicht genug. Der krönende Abschluss – kambodschanischer Schlager..

Nächster Halt bitte

Mit gemischten Gefühlen verlassen wir Thailand von Bangkok aus nach Siem Reap in Kambodscha. Es ist nicht so, das wir Thailand fluchtartig verlassen haben, ganz im Gegenteil. Eine ausgeprägte Freundlichkeit durften wir erleben, interessante Früchte, schmeichelhafte Gerüche und kuriose Erlebnisse sogen wir in uns auf wie ein Schwamm das Wasser. Es bleibt aber ein fader Beigeschmack, wenn eine bestimmte Sorte von Thais dich als Freiwild betrachtet und versucht jeden noch so kleinen Penny aus dir herauszuquetschen.

Wir schauen nach vorn und erwarten neugierig den Nachbarn Kambodscha. Doch oh weh, der erste Abend ist die bis jetzt größte Enttäuschung. Wir schleppen mit hoher Wahr-scheinlichkeit eine Lebensmittelvergiftung mit uns herum. Leider hat die biologische Keule Johanna weit mehr getroffen als mich. Hoffen wir das Beste. Bis dahin.

Der Weg zur Erleuchtung

Thailand ist nicht nur Reich an Kulinarik, sonder auch an kulturgeschichtlicher Ereignisse. Und damit wir uns nicht vorwerfen müssen, unsere Urlaubstage in den tausenden Shoppingmalls Bangkoks zu verplempern, tauchten wir in die uns fremde Welt Thailands ein. Zumindest war das unser Ansatz. Teilweise ging das komplett auch an uns vorbei, warum? Leider sprechen wir kein Thai und die Fremsprachenkenntnisse unserer Gastgeber sind mehr als dürftig. Schade eigentlich, wir hätten gern mehr vor Ort erfahren. 

Kurze Bilderbesprechung. Die gepflegten Tempelanlage stammt vom Wat Pho (das Wat heisst übersetzt Tempelanlage) in Bangkok. Die ungepflegten Ruinen jedoch zählen zur alten Herrscherstadt Ayutthaya. Schon komisch, herrscht doch in Thailand der reichste König der Welt, wird sehr wenig zur Restaurierung der eigenen Geschichte unternommen.

Unbekannte Exotik

Einer der Gründe für mich durch Südostasien zu reisen, ist das was hier in der Region auf dem Teller landet be-beziehungsweise in der Suppenschale. Einiges ist uns Europäern schon geläufig. Sei es diverse Früchte, Kräuter, Gewürze oder auch die Eigenart mit Stäbchen zu essen. Trotz der asiatischen Herkunft bevorzugen die Thais mit Gabel und Löffel zu essen. Interessanterweise entwickelte sich der Brauch in Thailand erst seit dem 19. Jahrhundert. Zurück zuführen lässt es sich auf einen Thaikönig, der, jetzt kommts, genauso gern in der Fremde reiste wie wir. Sozusagen ein Ur-Backpacker. Aber wahrscheinlich mit mehr Gepäck. Und mit Leuten die das für ihn geschleppt haben.
Zurück zum wesentlichen. Auch wenn die Globalisierung den Austausch von Waren und Informationen leichter gestaltet hat, gibt es doch immer wieder neues zu bestaunen. Und da kommt die landestypische Küche ins Spiel. Speziell auf Nachtmärkten treffen wir auf eine Vielfalt, die wir in Europa kaum zu Sicht zu bekommen und eine Qualität, nur teuer zu bezahlen. Seht selbst

image

image

image

image

image